Der Titel des publizierten Schnappschusses beschreibt eine Orbitabeteiligung der GPA ohne eine isolierte Beteiligung zu implizieren, was auch das klinische Bild der Sattelnase bezeugt (1). Die Bezeichnungen einer „medialen“ und „basalen Orbitahöhle“ sind formell anatomisch ungenau, meinen jedoch die betroffenen Bewandungungen dieser. Die Lamina papyracea bildet die laterale Fläche des Labyrinthus ethmoidalis und formt somit einen Großteil der medialen Bewandung der Orbitahöhle (Markierung in der Abbildung). Die Vorgaben der Zeitschrift und das Format des „Schnappschusses“ berücksichtigend, wurde exemplarisch nur die computertomografische Abbildung einer Schnittebene gezeigt. Wir stimmen zu, dass weitere Schnittebenen erforderlich wären, um die Destruktion der Nasenscheidewand und aller Nasenmuscheln umfassend darzustellen. Eine Biopsieentnahme wurde patientenseitig abgelehnt. Aufgrund der eindeutigen Klinik und etablierten Diagnose (pulmonaler und renaler Befall, Sattelnase, Borken und positive PR3-ANCA-Diagnostik) wurde die Patientenentscheidung bei hochpositiver Klassifikation (2) diskussionslos gewürdigt. Eine interdisziplinäre Abklärung sowie Versorgung durch Kollegen der Pulmologie und Nephrologie wurde gewährleistet. Der blutige Nasenausfluss („Rhinorrhoe“) wurde bereits einleitend erwähnt.

Für die Autorinnen und Autoren

Dr. med. Nils Schulz

Abteilung für Rheumatologie, klinische Immunologie, Osteologie und physikalische Medizin

Justus-Liebig-Universität Gießen, Campus Kerckhoff

n.schulz@kerkhoff-klinik.de

Interessenkonflikt

Der Autor erklärt, dass kein Interessenkonflikt besteht.